Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleisten!

Vor dem Hintergrund der von der Gruppe Grüne/Linke angestrebten weiteren Umsetzungen von Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept spricht sich die Gruppe der Winsener Liste / FDP im Rat der Stadt Winsen dafür aus, innezuhalten, durchzuatmen und zunächst einmal zu bewerten, was die bisherigen Maßnahmen für die Sicherheit und den Verkehrsfluss auf Winsens Straßen bewirkt haben.

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Die Kommunalpolitiker der Gruppe wollen beobachtet haben, dass unter Verkehrssicherheits- und Verkehrsflussaspekten nicht alle Veränderungen durch das Konzept von Vorteil sind. Dies gelte so wohl für die Sicherheit der Radfahrer, als auch der Kraftfahrer.

Als Beispiel führt Gruppenvorsitzender Nino Ruschmeyer die Situation an der Kreuzung Bahnhof/Rathausstraße/Von-Somnitz-Ring/Schlossring an: „Aus dem Fenster unserer Rechtsanwaltskanzlei kann ich hier regelmäßig Beinahe-Unfälle beobachten“, sagt Ruschmeyer. Bedingt durch die baulichen Veränderungen, die dort stattgefunden haben, scheint sich nach seiner Meinung die Gefährdungslage eher erhöht zu haben.

Vor den Umbaumaßnahmen sei durch den „“ ein reibungsloser Verkehrsfluss gewährleistet gewesen. Radfahrer, die auf der Bahnhofstraße fuhren, ordneten sich regelmäßig hinter den Kraftfahrzeugen ein, soweit diese vor ihnen an der Lichtzeichenanlage hielten. Wenn der Radfahrer zuerst an der Kreuzung war, hielten die Kraftfahrer selbstverständlich dahinter.

Durch die neue Aufstellfläche im Mündungsbereich der Bahnhofstraße werden Radfahrer jetzt angehalten, an stehenden Kraftfahrzeugen rechts vorbeizufahren, wobei sie regelmäßig den „toten Winkel“ rechts des haltenden Kraftfahrzeuges durchqueren. Dies schafft in dem Moment, wo sich der Kraftfahrer auf die Lichtzeichenanlage konzentriert eine zusätzliche Gefährdungssituation, wenn diese auf grün springt, während ein Fahrrad ihn passiert. Durch die zusätzlichen Markierungen wurde die Kreuzung nicht nur – insbesondere für Kraftfahrer – unübersichtlicher, sondern es werden auch die Radfahrer in eine trügerische Sicherheit gewogen.

Mit dem Wegfall des grünen Pfeiles wurde der allgemeine Verkehrsfluss zusätzlich erschwert.

„Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer muss bei allen Straßenbaumaßnahmen im Vordergrund stehen“, sagt der Polizist Ottmar Frey, der der Fraktion der Winsener Liste vorsteht. „Wir wollen wissen, ob nur wir das Gefühl haben, dass es durch das Radwegekonzept gefährlicher geworden ist, oder ob es dafür Belege gibt.“

Die Verwaltung soll nach dem Wunsch der Gruppe eine Übersicht der bisherigen Maßnahmen erstellen und diese einer Bewertung unter Mitarbeit der Polizei und aufgrund statistischer Erhebungen unterziehen. „Bevor wir weitere Maßnahmen umsetzen sollten wir erstmal sehen, was wir gegebenenfalls besser machen können. Wenn Fehler gemacht wurden, müssen wir sicher gehen, dass sich diese in der weiteren Planung an anderer Stelle nicht wiederholen,“ findet Frey. Dabei ist es wichtig, dass so wohl die Interessen von Fahrrad- als auch von Autofahrern berücksichtigt werden, ohne diese gegeneinander auszuspielen. Dies soll durch Stellungnahmen, so wohl des ADAC, als auch des ADFC, erreicht werden.

Ein entsprechender Antrag der Gruppe wird von Ottmar Frey in den zuständigen Bauausschuss eingebracht.