Pressemitteilung: Tierschutzverein Winsen/Luhe

Zu den Veröffentlichungen im „Elbe und Geest Wochenblatt“ gibt Erich Lubina, Fraktionsvorsitzender der FDP im Winsener Stadtrat folgende Erklärung ab:

Die Aufnahme und Pflege von Fundtieren ist eine gesetzliche Aufgabe der Kommunen. Dank der ehrenamtlichen Tätigkeit Vieler in den Tierschutzvereinen werden die Kommunen hier weitgehend entlastet. Städte und Gemeinden sind daher gut beraten, diese ehrenamtliche Tätigkeit in den Tierschutzvereinen, die Tierheime betreiben, auch weiterhin zu unterstützen.

Das Tierheim in Winsen/Luhe leistet mit seinen Mitarbeiter(innen) hier seit Jahren viel und stellt die Stadt Winsen/Luhe weitgehend von ihrer gesetzlichen Verpflichtung frei. Die Mitarbeiter für ein Verschulden des Vorstands büßen zu lassen, erscheint uns weder fair, noch sozial zu rechtfertigen. Die Zuschüsse, die die Stadt zahlt, sind daher gut angelegt. Die vereinsinternen Querelen sollten dies grundsätzlich nicht in Frage stellen.

Die Überlegungen, aufgrund dieser – bekannten – Querelen dem Tierschutzverein und dem Tierheim Winsen/Luhe die bestehenden Verträge zu kündigen und ggfs. sogar die gesetzlichen Aufgaben nach Lüneburg zu verlagern, werden dem Tierschutz in Winsen/Luhe mit Sicherheit nicht gerecht.

Stadtverwaltung und Rat sollten dagegen ernsthaft bemüht sein, dem Tierschutzverein, bzw. seinen Mitgliedern zu helfen, die vereinsinternen Auseinandersetzungen um den Vorstand zu beenden und sich – auch in der öffentlichen Darstellung mehr um den Tierschutz zu kümmern, als um Personalfragen.

Wenn sich Stadtratsmitglieder bereit finden, auch als Mitglied im Tierschutzverein tätig zu sein und sich auch so für den Tierschutz einsetzen, ist das in Ordnung und lobenswert.

Als Fraktion im Rat der Stadt Winsen sehen wir unsere Aufgabe aber darin, dem Tierschutzverein als verlässlicher Partner gegenüberzutreten und – als Partner – Ansprüche an die Organisation zu stellen.

Wir fürchten eine parteipolitische Indoktrination und ein Vermischen von Interessen würde aber dem Tierschutz in Winsen/Luhe noch mehr schaden als die bedauerlichen Querelen innerhalb des Vorstands dieses Vereins. Wir werden uns daher an einer „feindlichen Übernahme“ des Vereins nicht beteiligen.

Sinnvoller erscheint es uns, Druck von außen aufzubauen, wie es unsere kommunalverfassungsrechtliche Aufgabe als Organ der Stadt Winsen ist. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir uns noch einmal intensiv mit den Interessen vor allen derjenigen auseinander setzen, die die gute praktische Arbeit für die Stadt erledigen.

Die FDP-Fraktion wird sich daher mit Mitgliedern des Tierschutzvereins Winsen/Luhe in Verbindung setzen, um zum einen eine kurzfristige Besichtung der Tierschutzanlagen zu vereinbaren und zum anderen sich über die ehrenamtliche Tätigkeit hier vor Ort zu informieren.

Pressemitteilung Tierschutzverein Winsen