Nicht alles kaputtreden!

Mit Entsetzen nehmen die Winsener Liberalen die Kritik von Bodo Beckedorf und den Freien Winsenern an den geplanten Veranstaltungen der Stadt auf dem Gelände der Landesgartenschau in 2007 zur Kenntnis. Die Landesgartenschau sei zumindest in der Zuschauergunst überregional ein voller Erfolg gewesen. Dass man 1,6 Millionen Euro Defizit erwirtschaftet habe sei unbestritten und nicht zu ändern. Hier müsse man aber deutlich trennen.

„Gerne wird die Aussage von Dr. Bender wir hätten nur die Einnahmen geprüft, genutzt, um dem damaligen Aufsichtsrat was ans Zeug zu flicken. Da muss einfach mal klargestellt werden, dass ein Aufsichtsrat normalerweise nur prüft, was die Geschäftsführung ihm an Zahlenwerk vorlegt. Als wir merkten, dass wir mit den Einnahmen nicht hinkommen, haben Dr. Bender und ich dort noch einmal genau hingeschaut.“, so Fraktionsvorsitzender Erich Lubina. Für die Mehrausgaben habe man keinen Anhaltspunkt gehabt, diese seien von der Geschäftsführung erst im Oktober 2007 erwähnt worden. „Als Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke kontrolliere ich ja auch nicht tausende von Stromzählern, sondern bin darauf angewiesen, dass die vorgelegten Zahlen stimmen.“, machte Ortsverbandsvorsitzender Nino Ruschmeyer klar

Ziel müsse nach Ansicht der Liberalen sein, den Schwung aus der Landesgartenschau mitzunehmen für 850 Jahr Feier der Stadt und den Tag der Niedersachsen in 2008 mitzunehmen und nicht über das Jahr 2007 in Vergessenheit zu geraten. Das erste Quartal sei bereits ungenutzt verstrichen. Deshalb haben sich SPD und FDP im Kulturausschuss sehr schnell darauf verständigen können, dass man zunächst einmal die ausgearbeiteten Konzepte der Stadt annimmt. Die CDU habe nach anfangs zögerlichen Signalen mit Ausnahme von Bodo Beckedorf zugestimmt, auch Frau Winklareth (Freie Winsener) sei scheinbar zur Vernunft gekommen. Darüber hinaus haben sowohl SPD als auch Freie Winsener auch gute, konstruktive Vorschläge gemacht, die man positiv, aber als zusätzliche Veranstaltungen prüfen werde, da man sich fragen müsse, wer Familienfest, Rocknacht oder Histokamp so schnell organisieren kann.

Mit unhaltbaren Behauptungen, wie „man werde Unmengen an Geld sinnlos in die Luft blasen“ seien von den Freien Winsenern leider schon vorab alle Bemühungen des Fördervereins und der Stadt konterkariert worden. „Wenn man einerseits den Haushalt verabschiedet und andererseits gegen die Stadt arbeitet, hat man das System nicht verstanden und handelt völlig verantwortungslos. Welcher Sponsor soll sich denn noch finden, wenn man als Entscheidungsträger öffentlich den falschen Eindruck vermittelt, dass er sein Geld ebenso gut in die Luhe kippen könnte?“ fragt Ruschmeyer.

Er wendet sich an potentielle Sponsoren und die Bürger der Stadt: „Sie tun etwas für Winsen, wenn Sie die Veranstaltungen besuchen und Geld dafür zur Verfügung stellen! Dass Oliver Berten etwas von Marketing versteht sei ihm zugestanden, leider vermarktet er aber ausschließlich sich selber – und das auch noch auf Kosten der Stadt. Erst vergrault er potentielle Sponsoren und wenn die abspringen, kann er sagen, er habe gleich gewusst, dass die Rechnung nicht aufgeht. Wenn wir Winsens Ansehen weiter stärken wollen, dann müssen wir an einem Strang ziehen.“