Florierende Wirtschaft und ein gesundes Vereinsleben als Garanten für Lebensqualität

Unsere Gemeinschaft lebt von den Leistungen der Menschen im Dienstleistungsgewerbe, im Handwerk, in der Industrie, von den Leistungen der Selbständigen und der Freiberufler sowie alle Arbeitnehmer. Sie erwirtschaften das Geld, das wir für unseren Lebensunterhalt zur Verfügung haben und das der Staat und die Städte und Gemeinden für ihre Aufgaben benötigen. Nur wirtschaftlich rentable und umweltfreundliche Arbeitsplätze sind dauerhaft sichere Arbeitsplätze. Sie wohnortnah zu schaffen und zu erhalten, ist vorrangige Aufgabe liberaler Kommunalpolitik. Für die FDP sind Pflege und Betreuung vorhandener Betriebe zum Erhalt von Arbeitsplätzen gleichrangig mit der Förderung von Existenzgründungen und Neuansiedlungen. Bei der Vergabe von Gewerbegrundstücken im Ort sind insbesondere kleine und mittelständische Betriebe zu berücksichtigen, weil sie die größte Zahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen bereitstellen.

Nur wirtschaftlich rentable und umweltfreundliche Arbeitsplätze sind dauerhaft sichere Arbeitsplätze

Die Stadt hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen insbesondere an der Osttangente und damit mit Anschluss an die Autobahn ausreichend Möglichkeiten zur Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden können. Bei der Vermarktung dieser Flächen kann und muss die Zusammenarbeit mit der Metropolregion Hamburg und den Wirtschaftsfördergesellschaften des Landkreises und der Süder-Elbe-AG noch verbessert werden.

Städtische Satzungen mit Auflagen für ansässige Geschäfte (z. B. Aufstellen von Ständern, Anbringung von Markisen usw.) sollen stetig an die Bedürfnisse der Gewerbetreibenden angepasst werden. Die Kooperation und die Absprachen zwischen Verwaltung und in der Innenstadt ansässigen Geschäften, muss weiter verbessert werden – ein in Spießertum begründetes Ablehnen bestimmter Sortimente im Stadtmarketing (etwa Erotikangebote) lehnen wir ab. Zur Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze fordert die FDP eine ganzheitliche Betrachtung und Handlungsweise mit Zukunftsorientierung. Es genügt nicht, einzelne Vorhaben getrennt zu behandeln, wenn alle anderen teilweise oder ganz miteinander in Beziehung stehen, wie etwa Wohnbebauung, Verkehrsbelange, das Stadthallennutzungskonzept oder die Innenstadtbelebung. Zu solchen Maßnahmen gehörte die Überplanung des BGS-Geländes mit Wohn-, Gewerbe-, Dienstleistungsangeboten und verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten. Dabei ist eine Belebung der Innenstadt durch überwiegend ergänzende Angebote angestrebt worden. Der Luhepark ist keine Ansiedlung auf der „grünen Wiese“, sondern er verfügt über Anbindungen zur Innenstadt, die allerdings noch verbessert werden können. Er liegt außerdem nahe zu unterversorgten Ortsteilen, wie Stöckte und Hoopte.

Tourismus als Zukunftsfeld für Winsens wirtschaftliche Entwicklung

Ein weiteres für die Zukunft wichtiges Feld wirtschaftlicher Betätigung liegt aus Sicht der FDP im Bereich des bisher vernachlässigten Tourismus. Die Tourismusförderung hat für die FDP hohe Bedeutung. Fremdenverkehr, Naherholungseinrichtungen, Wellness- und Freizeitsporteinrichtungen bieten ein erhebliches arbeitspolitisches Potenzial, das es zu fördern gilt. Kulturgut und Sehenswürdigkeiten sind entsprechend herauszustellen.Hierfür leitete die Landesgartenschau 2006 bedeutende Schritte ein. Der mit Mitteln der Landesgartenschau völlig renovierte Schlosspark und die angrenzenden Luhewiesen, sollen auch weiterhin die Innenstadt für Besucher lohnenswert machen.

Die im Rahmen der Landesgartenschau eingerichtete Tourismusinformation im Marstall soll auch weiterhin als Anlaufstelle für Gäste von außerhalb zur Verfügung stehen.

Ein großes Potential für den Tourismus bietet nach Ansicht der FDP die gesamte Elberegion im Bereich der Stadt. Kaum jemand von außerhalb ist überhaupt bekannt, dass Winsen eben nicht nur an der Luhe, sondern zu weit größeren Teilen im Bereich der Ortsteile Hoopte, Stöckte, Lassrönne und Tönnhausen auch an der Ilmenau und der Elbe liegt.

Elbtourismus stärken, Nachbargemeinden einbinden

Der Anfang für eine touristische Erschließung dieser Gebiete ist gemacht; ein Fähranleger in Hoopte steht jetzt auch endlich den Fahrgastschiffen zur Verfügung und hat bereits im Rahmen der Landesgartenschau auch auf diesem Wege Gäste in die Stadt gebracht. Eine noch engere Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Elbmarsch und den dort bereits vorhandenen und noch zu schaffenden Infrastrukturen des Elbetourismus kommt auch Winsen zu Gute!

Die weitere Entwicklung des Stöckter Hafens mit Ausbau des Speichers mit gehobener Gastronomie, neuem Anleger für Sport- und Freizeitboote sind der richtige Ansatz und sollte von der Stadt noch mehr als bisher gefördert werden.

Perspektivisch kann sich die FDP hier eine Wiederbelebung des Linien-Fährverkehrs nach Hamburg und Lauenburg durchaus vorstellen, das Ganze optimalerweise eingebettet in den HVV.

Die FDP ist bemüht, auch die Landschafts- und Heimatpflege am Stöckter Deich mit der Deichsicherung in Einklang zu bringen. Der Naherholungswert des Stöckter Deiches muss erhalten bleiben, gleichzeitig darf es keine Abstriche beim Hochwasserschutz geben. Die Nutzung der Deiche als Radwanderwege ist zu ermöglichen, wo immer das ohne dabei die Deichsicherheit zu gefährden, machbar ist.

Ein weiteres wichtiges Feld für die Freizeitgestaltung, aber auch für den Tourismus im Bereich der Stadt ist die gesamte Bandbreite des Pferdesportes. Kaum jemand selbst in Winsen weiß, dass Winsen (Luhe) die dichteste Ansiedlung von Pferdebetrieben im gesamten Pferdeland Niedersachsen hat: In Reit- und Fahrvereinen und mehreren privaten Pferdebetrieben mit Reithallen und auch in benachbarten Gemeinden (z.B. Handorf, Luhmühlen, Vierhöfen u.s.w.) treiben mehr als 1.200 junge und ältere Mitbürger Sport und Freizeitgestaltung mit dem Pferd.

Vereinsstrukturen als Grundpfeiler des Zusammenlebens und der Freizeitgestaltung

Auf Drängen der FDP wurde im Bereich von Alt-Roydorf wegen der dort ansässigen Reit-und Fahrvereine und privater Pferdebetriebe bereits vor Jahren im regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises ein Gebiet weiträumig als Vorrangfläche für den Pferdesport ausgewiesen. Die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten sind in Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Privatbetrieben auch touristisch noch vielmehr zur nutzen als bisher.

Insgesamt ist festzustellen, dass das Vereinsleben in Winsen und den Ortsteilen sich nach wie vor reger Beliebtheit erfreut. Für die FDP sind die Vereinsstrukturen in der Stadt auch ein wichtiger Grundpfeiler des Zusammenlebens und der Freizeitgestaltung. Wir möchten die bestehenden Strukturen erhalten und stärken. So begrüßen wir es beispielsweise, wenn Sportvereine Anlagen aus Eigenmitteln und durch Sponsoring aufbauen, werden aber auch immer dafür eintreten, dass bestehende Hallen und Anlagen in Vereinsbesitz gegebenenfalls auch mit Mitteln der Stadt erhalten und verbessert werden können.