Die Mauer ist Weg – der Imageschaden bleibt

Mit Bedauern nimmt die Gruppe Winsener Liste – FDP die skandalisierende Berichterstattung des NDR zur Wand am Spielplatz am Sanierungsgebiet Albert Schweizer Straße zur Kenntnis.

„Die Darstellung in der Sendung Extra 3 des NDR ist zwar pointiert, jedoch unvollständig. Zunächst ist es unrichtig, dass die CDU im Rat der Stadt Winsen über eine absolute Mehrheit verfügt, wie schon bei oberflächlichster Recherche hätte herausgearbeitet werden können“, beschwert sich Gruppenvorsitzender Nino Ruschmeyer.

Vize-Bürgermeister Wilfried Rieck, der an den Sitzungen des Lenkungsausschusses zum Projekt „Soziale Stadt – Albert-Schweitzer-Viertel“ teilgenommen hat, sagt: „Die Lärmschutzwand war Teil eines Gesamtkonzeptes für den Bereich, den der zuständige Fachausschuss des Stadtrates im April 2010 einstimmig empfohlen und der Verwaltungsausschuss ebenso einstimmig beschlossen hat – unter Einschluss derjenigen, die jetzt mit dem NDR einen Skandal erzeugt haben. Es war das vorläufige Ende eines langen Prozesses und des Versuches die Nachbarschaft zu befrieden und  das Wohngebiet, zu dem der Spielplatz gehört, aufzuwerten. Das Gesamtkonzept fand Zustimmung in der gesamten Nachbarschaft und allen Ratsfraktionen.“

In der Ratssitzung vom 19.12.2013 hatte die Gruppe FDP-WL den Antrag der Fraktion Freie Winsener, die Wand auf keinen Fall zu bauen, abgelehnt, unter der Maßgabe, dass die Elemente, die die Stadt gebraucht hätte von der Bahn bekommen können, schadstoffrei seien. Dabei waren wir davon ausgegangen, dass dies nicht der Fall sein könne, und sich das Problem damit ohne großes Aufhebens aus der Welt schaffen ließe.

„Wir haben uns vor Ort einen Eindruck von der Situation verschafft“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Winsener Liste Heinrich Riedel. „Nachdem klar war, wo die Wand hätte herkommen sollen, war für uns auch klar, dass sie vermutlich schadstoffbelastet wäre, so dass sich das Problem wohl ohne großes Aufhebens und Gesichtsverlust für die Beteiligten beerdigen ließe, indem man dies im Rahmen einer Prüfung feststellt. Das ist nun auch passiert.“

Bevor die Stadtverwaltung die Prüfung abschließen konnte hat die Deutsche Bahn jetzt die Lärmschutzelemente entsorgt, weil ihr das Prüfungsverfahren zu lange gedauert hat. Diese Entwicklung war absehbar.

„Diejenigen, die voreilig das große Presserad gedreht haben um sich zu profilieren, haben den Beteiligten auf allen Seiten einen Bärendienst erwiesen und dem öffentlichen Ansehen der Stadt geschadet“, äußert Ruschmeyer das Bedauern der Gruppe.“ Sein Fazit:  „Die Mauer ist weg – der Imageschaden bleibt!“

Ruschmeyer
Vorsitzender Gruppe  Winsener Liste -FDP im Rat der Stadt Winsen