Biogasanlage besichtigt: Es stinkt nicht.

„Es stinkt nicht“, resümierte FDP Fraktionschef Erich Lubina nach der Besichtigung der Biogasanlage in Drögennindorf. Stephan Baering von der Firma Erenova, die auch das angeplante Projekt bei Roydorf betreut, hatte der FDP eine Führung angeboten, zu der öffentlich eingeladen wurde (Presse berichtete).

Neben der kompletten FDP Fraktion informierten sich auch die CDU Ratsherren Frey und Dr. Etmanski, Bernd Meyer von den Grünen, Heinrich Riedel, sowie weitere interessierte Bürger vor Ort. Technische Details einer möglichen Anlage bei Roydorf wurden anhand der bestehenden Anlage, die etwa die gleiche Größe hat, erläutert. Insbesondere ging man auf die ökologischen und ökonomischen Vorteile einer effektiven Wärmenutzung ein.

Festzustellen war, dass die Geruchsbelästigung, die von der Anlage ausgeht, nicht stärker ist, als die eines typischen landwirtschaftlichen Betriebes. Bedenken bestehen nach wie vor bezüglich einer möglichen verkehrlichen Anbindung bei Roydorf. Nach Überzeugung der FDP Fraktion ist eine Biogasanlage nur sinnvoll, wenn am Standort ein reibungsloser Antransport der Biomasse gewährleistet ist. Einen solchen Standort zu finden, der gleichzeitig nahe genug am Krankenhaus liege, sei die größte Schwierigkeit.

Wichtig ist nach Auffassung der Liberalen, sachlich und rational mit dem Thema umzugehen und sich umfassend zu informieren, anstatt mit Emotionen zu spielen und entweder in eine ideologische Euphorie zugunsten Ökologischer Technologie zu verfallen oder mit den Ängsten der möglicherweise Betroffenen von vorn herein Panik zu erzeugen.