Biogas-Anlage in Roydorf

Im Rahmen ihrer ersten Sitzung nach der konstituierenden Stadtratssitzung haben sich F.D.P.-Fraktion und Ortsverbandsvorstand mit der Planung einer Biogas-Anlage in Roydorf befasst und sich hierbei von den potentiellen Betreibern diese Anlage informieren lassen.

Vorgestellt wurde ein Projekt, das in Verbindung mit einem bestehenden Viehhaltungsbetrieb unter Verarbeitung von Mais, Getreide, Grassilage und Gülle Gas, Strom und Wärme für eine vorerst vorgesehene Laufzeit von 20 Jahren erzeugen soll.

Das Gas oll dann in das öffentliche Netz eingespeist werden, die gewonnene Wärme durch das Kreiskrankenhaus genutzt werden.

Diese Wärmenutzung, ohne die ein rentabler Betrieb nicht möglich ist, ist entscheidend für die Standortfrage der Anlage.
Im Rahmen der Vorstellung des Projekts wurden dann durch die Planer auch 3 aus ihrer Sicht mögliche Standorte im Bereich der Gemarkung Roydorf vorgeschlagen.

Nach intensiver Diskussion, an der auch drei in Roydorf ansässige Landwirte teilnahmen, kamen Fraktion und Ortsverbandsvorstand zu folgendem Ergebnis:

  1. Die Entwicklung einer solchen alternativen Energiegewinnung wird grundsätzlich als sinnvoll angesehen und politisch unterstützt.
  2. Sowohl die Landwirte in unserem Bereich als Produzenten der Betriebsstoffe als auch das Krankenhaus als möglicher Abnehmer können von einer solchen Anlage profitieren.
  3. Als Hauptproblem wird der Transport der landwirtschaftlichen Produkte zu der Gäranlage gesehen. Das Wirtschaftswegenetz in diesem Bereich ist für solche Transporte kaum geeignet. An diesen Transportproblemen müssen aus unserer Sicht die von den Planern und Betreibern ins Auge gefasste Standorte für die Gäranlage scheitern. Im Rahmen der folgenden intensiven Diskussion wurde von den in Roydorf ansässigen Landwirten jedoch ein weiterer Standort vorgeschlagen, der sowohl die Anlieferung der Rohmaterialien ermöglicht, als auch deine rentable Verlegung der Gasleitung zum Krankenhaus. Hier könnte dann das Kraftwerk für die Wärmeerzeugung erstellt werden, um dann die Wärme ohne Transportverluste direkt zur Verfügung zu stellen. Die Wärmeversorgung des Krankenhauses könnte damit zu rd. 50 v.Hd. durch diese Anlage betrieben werden.
  4. in entsprechendes Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes in diesem Bereich muss insbesondere die verkehrliche Erschließung für den Antransport der Rohmaterials berücksichtigen. Zur weiteren Information werden Fraktion und Vorstand kurzfristig eine bereits in Betrieb befindliche Anlage in Drögenindorf besichtigen und zu dieser Besichtigung auch wieder die Roydorfer Landwirte und interessierte Bürger einladen. Diese mögen sich dann bitte telefonisch melden bei: Erich Lubina Tel.: 04171/652772, Hans Heinrich Rüschmeyer: Tel.: 04171/71111 oder Nino Ruschmeyer , Tel.: 04171/605975
  5. Im Rahmen der weiteren Planung soll auch geprüft werden, ob und inwieweit die Stadtwerke – auch als Abnehmer des gewonnenen Biogases – einbezogen werden können.
  6. Die FDP wird auch weiterhin die Entwicklung aller alternativen Energiegewinnungsarten – z.B. auch der Erdwärme und der Sonnenenergie – positiv begleiten.