FDP informiert in Hoopte zur Dorfentwicklung: Die Zeit zur Stellungnahme läuft ab!

imageDer FDP-Ortsvorsitzende Jan Filter und Ratsherr Nino Ruschmeyer, beides Hoopter, haben am vergangenen Wochenende zum Thema Dorfentwicklung das Gespräch mit vielen Hooptern gesucht und gefunden.

Hintergrund ist der jetzt im Rathaus in Winsen ausliegende Konzeptentwurf, über dessen Inhalt jeder Bürger noch bis Freitag die Möglichkeit hat, Stellung zu nehmen. Der Verdacht von Filter und Ruschmeyer: dass die allermeisten Hoopter sich mit dem Thema bisher wenig bis gar nicht auseinander gesetzt hätten, bestätigte sich dabei. “Wir verstehen, das so ein 263-Seiten-Monster nicht unbedingt die bevorzugte Urlaubslektüre ist,” sagt Jan Filter nach dem Rundgang durchs Dorf. Um aber wenigstens auf verschiedene Dinge aufmerksam zu machen, die im vorliegenden Konzeptentwurf stehen und den beiden FDP-Männern etwas Bauchschmerzen bereiten, habe man sich jetzt mit einer selbst ausgedruckten Version und einer Stellungnahme auf den Weg durchs dorf gemacht.

Als sehr umstrittener Punkt zeigte sich hierbei erwartungsgemäß die Zukunft des Geestwiesenwegs und seine Nutzung als Verkehrsweg. Beim Dorfspaziergang im Zuge der Konzeptentwicklung im vergangenen Herbst herrschte die Meinung vor, man solle die direkte Verbindung zur B4 wieder für den normalen Verkehr öffnen, im Gespräch mit Anwohnern und verschiedenen Landwirten wurde das allerdings ganz anders gesehen. “Es steht außer Frage, dass der Weg eine wichtige Verkehrsverbindung für alle Hoopter darstellt, sich aber eine komplette Öffnung für jeden Verkehrsteilnehmer zumindest im derzeitigen Ausbauzustand im Grunde verbietet,” meint dazu Jan Filter. Verwundert waren beide allerdings, dass das wichtige und viele Hoopter bewegende Thema Geestwiesenweg im derzeitigen Konzeptentwurf gar nicht vorkommt.

Besonders große Bedenken haben Ruschmeyer und Filter beim Blick auf die vielen teils sehr detaillierten Wunschvorstellungen, welche Bäume und Sträucher, Fassadenelemente, Fenster oder Türen angeblich in unserem Dorf so üblich seien. “Solange das alles freiwillig als Bedingung für Förderung zu verstehen sei, wie es derzeit im Konzept steht, ist das alles wunderbar,” sagt dazu Ratsherr Nino Ruschmeyer. “Das Konzept könnte aber auch leicht als eine Grundlage für Gestaltungssatzungen oder andere Regeln verwendet werden. Wir wollen über die Stellungnahme den Eindruck vermeiden, dass die Hoopter sich das wünschen.”

Bei allen guten Punkten des Konzeptes, scheinen bei vielen Hooptern diese Bedenken ebenfalls da zu sein. Die vorbereitete Stellungnahme, die auch offensichtliche Fehler im Konzept und der zugehörigen Karte aufgreift, unterschrieben fast alle, mit denen Ruschmeyer und Filter auf ihrem Rundgang ins Gespräch kamen. Besonders die Idee, längst verrohrte Gräben auf Privatgrundstücken bestenfalls sogar wieder zu öffnen befremdete Viele. Und so kamen bereits 30 spontane Mitzeichner während des Rundgangs für eine gemeinsame Stellungnahme zusammen.

Eine unerwartete Erkenntnis stellte sich ein, als die beiden auf ihrer Tour durchs Dorf Bekannte aus Stöckte trafen, die berichteten, dass man sich im Nachbarort offenbar relativ wenig mit dem Konzept und möglichen Folgen auseinandersetzte. Ruschmeyer und Filter appellieren daher an die Bürger aller vier vom Konzept betroffenen Dörfer, in der kommenden Woche noch die Chance zu nutzen, etwaige Bedenken vorzubringen. Die Frist, sich dazu äußern zu dürfen und so an der Bürgerbeteiligung teilzunehmen, endet bereits am kommenden Freitag.

Am Donnerstag soll das Thema Dorfentwicklung nun noch einmal auf einer dorfinternen Versammlung (19 Uhr im Clubheim Hoopte, Hinweis: Dies ist keine Veranstaltung der FDP) vertieft behandelt werden, wo auch die gemeinsame Stellungnahme zur Unterschrift ausliegen wird. Außerdem werden online weitere Unterschriften gesammelt. Unter hoopte.net/stellungnahme findet jeder interessierte Hoopter Links zum Konzeptentwurf, sowie zur vorbereiteten Stellungnahme und der Unterschriftenliste.