Winsener FDP nicht nur stark vor Ort

Als „Kurfürst“ des Bezirkes Lüneburg wurde der Winsener Nino Ruschmeyer auf dem letzten Landesparteitag der FDP in Göttingen in den Niedersächsischen Landesvorstand gewählt. Der 24 jährige Ruschmeyer ist damit eines der jüngsten Mitglieder des Gremiums, das mit dem frischgebackenen Landesvorsitzenden Philipp Rösler (32) ohnehin eine deutliche Verjüngung erfahren hat.

Gemeinsam mit der Vizepräsidentin des niedersächsischen Landtages Ulrike Kuhlo aus Jesteburg, die als stellvertretende Landesvorsitzende bestätigt wurde und dem parlamentarischen Geschäftsführer der Landtagsfraktion Jörg Bode aus Celle, der ebenfalls als Beisitzer wieder gewählt wurde, soll Ruschmeyer für zwei Jahre die Interessen des Lüneburger Bezirksverbandes der FDP in Hannover vertreten. Der Ortsverbandsvorsitzende der FDP in Winsen Luhe werde er sich im Herbst auch für Mandate in Stadtrat und Kreistag zur Wahl stellen und will sich entsprechend im Land für die Kommunen einsetzen.

 

Bei seiner Vorstellungsrede in Göttingen berichtete Ruschmeyer von seinen ersten Kontakten mit der Politik über das parlamentarische Patenschaftsprogramm des Deutschen Bundestages und des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika, an dem er als Austauschschüler teilgenommen habe – damals auf Betreiben des CDU MdB Rudolf Meyer aus Luhdorf. „Aus Gewissensgründen“ habe er sich damals jedoch nicht für einen Beitritt zur CDU entscheiden können, sagte Ruschmeyer, und sorgte damit für Erheiterung bei den Delegierten. Als Mitglied des Landesvorstandes wolle er seinem Credo „Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen“ treu bleiben, erklärte Ruschmeyer, der auf Landesparteitagen oft als advocatus diaboli die Anträge des Landesvorstandes in Frage gestellt hatte.